Was du bei einer Autoimmunerkrankung beachten solltest

von Jessica Bernhardt 27.12.2025

Die Diagnose einer Autoimmunerkrankung kann zunächst sehr verunsichernd sein. Viele Betroffene fühlen sich überfordert, haben Fragen, Sorgen oder sogar Angst vor der Zukunft. Wichtig ist jedoch zu wissen: Du bist dieser Diagnose nicht hilflos ausgeliefert. Auch wenn Autoimmunerkrankungen schulmedizinisch oft als nicht heilbar gelten, gibt es aus naturheilkundlicher Sicht viele Möglichkeiten, den Körper zu unterstützen, Symptome zu lindern und das innere Gleichgewicht wiederzufinden.

Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen. Genau deshalb ist es wichtig, das Immunsystem nicht einfach nur „zu stärken“, sondern es besser zu regulieren. Die entscheidende Frage lautet: Wo ist das System aus dem Gleichgewicht geraten – und warum?

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Ernährung – Entzündungen erkennen und reduzieren

Ein zentraler Baustein bei Autoimmunerkrankungen ist die Ernährung. Bestimmte Lebensmittel können Entzündungsprozesse im Körper fördern und das Immunsystem zusätzlich belasten. Dazu zählen häufig Zucker, stark verarbeitete Produkte, Weißmehl, Transfette, Alkohol sowie künstliche Zusatzstoffe.

Aus naturheilkundlicher Sicht lohnt es sich, diese entzündungsfördernden Lebensmittel Schritt für Schritt aus dem Speiseplan zu verbannen. Stattdessen sollte der Fokus auf frischen, möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln liegen: viel Gemüse, hochwertige Fette, ausreichend Eiweiß und eine insgesamt ausgewogene, entzündungsarme Ernährung. Schon kleine Veränderungen können oft eine spürbare Verbesserung der Symptome bewirken.

Der Darm – Schlüsselorgan des Immunsystems

Ein oft unterschätzter, aber enorm wichtiger Faktor bei Autoimmunerkrankungen ist der Darm. Rund 70 bis 80 Prozent unseres Immunsystems sitzen im Darm, insbesondere im Dickdarm. Die dort lebenden Bakterien haben einen direkten Einfluss auf Entzündungen, Immunreaktionen und die allgemeine Regulation des Körpers.

Bei Autoimmunerkrankungen ist die Darmflora häufig aus dem Gleichgewicht geraten. Ungünstige Bakterien, Pilze oder eine geschwächte Darmschleimhaut können das Immunsystem dauerhaft reizen. Deshalb ist eine Darmsanierung – bestehend aus Reinigung und anschließendem gezielten Aufbau der Darmflora – aus naturheilkundlicher Sicht oft sinnvoll.

Alternativ oder ergänzend kann eine Stuhlprobe wichtige Hinweise liefern: Welche Bakterien sind vorhanden? Gibt es Entzündungszeichen oder Hinweise auf eine gestörte Darmbarriere? Auf dieser Basis kann dann individuell gearbeitet werden.

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Hormone – ein oft übersehener Einfluss

Hormone spielen eine entscheidende Rolle für das Immunsystem. Besonders das Stresshormon Cortisol sowie Progesteron sollten bei Autoimmunerkrankungen genauer betrachtet werden. Chronischer Stress kann das Immunsystem dauerhaft aktivieren und Entzündungen fördern.

Progesteron wirkt unter anderem immunmodulierend und entzündungshemmend. Ein Mangel kann dazu beitragen, dass Autoimmunprozesse begünstigt werden. Eine hormonelle Abklärung – beispielsweise über Speichel- oder Bluttests – kann hier wertvolle Hinweise liefern.

Vitamine und Mikronährstoffe – die Basis für Regulation

Vitamine und Spurenelemente sind essenziell für ein gut funktionierendes Immunsystem. Bei Autoimmunerkrankungen finden sich häufig Mängel, die den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen können.

Besonders Vitamin D spielt eine zentrale Rolle, da es immunregulierend wirkt und an vielen entzündungshemmenden Prozessen beteiligt ist. Ein Blutstatus kann zeigen, ob ein Mangel besteht. Auch andere Nährstoffe wie Vitamin B12, Eisen, Zink oder Selen sollten individuell überprüft werden.

Immunmodulation statt Immunstimulation

Ein wichtiger Punkt bei Autoimmunerkrankungen ist die Unterscheidung zwischen Immunstimulation und Immunmodulation. Ziel ist es nicht, das Immunsystem weiter anzuregen, sondern es wieder in Balance zu bringen.

Enzyme können hierbei eine regulierende Wirkung auf Entzündungsprozesse haben. Auch Vitamin C spielt eine wichtige Rolle – nicht nur als Antioxidans, sondern auch zur Unterstützung der Immunregulation und des Zellschutzes.

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Ganzheitlich denken – Schritt für Schritt

Eine Autoimmunerkrankung betrifft nie nur ein einzelnes Organ. Sie ist Ausdruck eines komplexen Ungleichgewichts im gesamten Körper. Deshalb ist es wichtig, mehrere Ebenen gleichzeitig zu betrachten: Ernährung, Darm, Hormone, Nährstoffversorgung, Stress und Lebensstil.

Der Weg ist individuell und darf Zeit brauchen. Ziel ist nicht Perfektion, sondern ein besseres Verständnis für den eigenen Körper und ein bewusster, liebevoller Umgang mit ihm. Dein Körper trägt mehr Heilungspotenzial in sich, als du vielleicht gerade glaubst. Hier in meiner Heilpraktikerpraxis biete ich dir Naturheilkunde genau für dieses Thema, vereinbare gerne einen Termin.

Autoimmunerkrankung

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